Braucht man einen Oxidator?
Zu dieser hin und wieder gestellten Frage erst mal das Wirkungsprinzip eines Oxidators: Es gibt den einen oder anderen, der solch ein Gerät einsetzt. Die meisten verzichten darauf. Die Geräte oxidieren zwar Nitrit , aber das machen Bakterien auch.
Das Oxidationspotential des AQ-Wassers (der Redoxwert) wird stark erhöht, was dem einen oder anderen
Insassen missfällt. |
Braucht man einen Sprudelstein?
Auch hier gibt es, wie sollte es anders sein, kontroverse Meinungen in der NG. Der Einsatz eines Sprudlers während der Nacht ist sicher sinnvoll, wenn der Fischbesatz hoch ist, da die Pflanzen nachts bekanntlich keinen Sauerstoff produzieren, sondern ihn sogar teilweise selbst brauchen. Tagsüber ist Kalles und meiner (!) Meinung nach der Einsatz nur dann sinnvoll, wenn die Fische Luftmangel haben (z.B. bei sommerlich hohen Temperaturen oder unvorhersehbaren Filterstillstand), um sie schnell wieder normal zu bekommen. Originalton d.r.t.a.: Nur komisch, dass beim Einsatz eines dieser verpönten Gerate die vorher unter der Oberfläche japsenden Fische wieder ruhig im Becken umherschwimmen. |
Welcher Bodengrund ist richtig?
Was richtig und falsch ist, ist wohl noch nicht letztendlich geklärt.
Die NG teilt sich da recht krass in 2 Lager! Die Kiesverfechter schwören auf die "Hohlräume" im Kies, die Möglichkeit, dass Wasser durchströmt. Dabei verweisen sie auf die sich evtl. bildenden Fäulnisstellen. Die Sandfreunde verweisen eigentlich nur auf die Seite von Norbert Dörre . Dort steht unter "Bodengrund als Biotopstabilisator" eine ganze Menge dazu.
Kalle hat in den größeren Becken 2-3mm-Kies, in den Zuchtbecken für Panzerwelse jeweils Sand.
Es funktioniert beides. uja hat ebenfalls ein AQ mit Kiesboden, eins mit Sand. Nach einem Jahr stehen die
beiden AQs sich in punkto Fische und Pflanzen in nichts nach. |
Wie sollte man filtern? Filterleistung, Füllung, Innenfilter, Aussenfilter, MattenfilterEin Filter sollte das Wasser klar halten und für eine gewisse Wasserumwälzung sorgen. die handelsüblichen Töpfe sind auf die AQ-Größen abgestimmt. 1x AQ-Inhalt ist dann so pi mal Daumen die gewünschte Umwälzung, zuviel Strömung verhindert die Besiedelung des Filtersubstrates mit Bakterien. Ob ein Innen- oder Aussenfilter zum Einsatz kommt, ist persönlicher Geschmack. Es gibt Innenfilter mit verschließbaren Lamellen, damit bei der halbjährlichen Reinigung beim Gang zum Bad keine Planschspur hinterlassen wird, Aussenfilter haben heutzutage die unverzichtbaren Schnellkupplungen, die eine Wasserlache im Wohnzimmer verhindern.
Als Füllmaterial eignet sich alles, worauf sich Bakterien ansiedeln können. Vor dem Pumpenkopf
sollte man einen Feinfilter(-Vlies) legen.
Wenn man sich die Filterwatte in einem Topf nach etlicher "Standzeit" ansieht, so fällt auf,
dass sie nur in dem Bereich des Wassereinlaufs bewachsen ist, der Bereich am Auslauf ist noch rein. |
Warum lässt die Filterleistung meines neuen Filters nach?
Hersteller geben oft hohe Durchflussmengen für ihre Filter an. Die gelten allerdings nur,
wenn 1. keine Höhenunterschiede zu überwinden sind (oder der Wert ist angegeben, dann meist 1m),
und wenn 2. der Filtertopf leer ist, also keinen Widerstand aufweist. Sollte es nur noch tröpfeln, so sollte man nicht sofort den Filter auseinandernehmen, sondern erst mal den Zulauf prüfen, oft ist der Ansaugkorb mit Debris verstopft. |
Wie drosselt man den Durchfluss eines Filters?
Drosseln der Filterleistung immer nur am Auslaufschlauch vornehmen,
z.B. mit einer Schlauchklemme, besser noch mit einem Absperrhahn! |
Wie oft sollte man den Filter reinigen?Ein biologisch arbeitender Filter sollte so selten wie möglich gereinigt werden, eigentlich nur, wenn der Durchfluss geringer ist als ca. der halbe bis ganze Aquarieninhalt pro Stunde. Bei einem eingefahrenen Aquarium ist dies ca. 2x im Jahr der Fall. Dabei das Filtermaterial nicht ganz auswaschen, sondern nur soweit, bis es wieder durchlässig ist. |
Wie stark sollte eine Aquarienheizung sein?
Es kommt ganz darauf an, wo das Aquarium steht. In den meisten Fällen, wenn das AQ im geheizten Wohnraum steht
und um die 100 - 200 l Wasser enthält, reichen 0.3 - 0.5 Watt pro Liter Wasser, um 24-26 °C zu erhalten,
in ungeheizten sollte es etwas mehr sein, da im Winter eine größere Temperaturdifferenz aufrecht
gehalten werden muss, mit so ca. 1 - 1,5 Watt/ Liter ist man dabei. |
Was ist besser? Filter und Heizung getrennt oder kombiniert?Die Meinung in der NG ist da kurz und knallhart: Optisch sind die Kombigeräte besser, technisch die getrennten. |
Welche Beleuchtung soll man nehmen? Leuchtstofflampen, HQL, HQI?
* in Arbeit * |
Kann man 125W-HQL-Lampen ohne weiteres auf 80W umschalten?Die meisten HQL-Aquarienleuchten erlauben das Umschalten zwischen 125W und 80W. Sind sie mit einer 125W-Lampe bestückt, kann man sie laut Packungsangabe eines bekannten Herstellers so rein theoretisch auch mit 80W betreiben mit geringerem Wirkungsgrad. Bei der Recherche stellte sich heraus, dass deren neue Webseite so grottenschlecht ist, dass neben Dutzenden von Javascript-Fehlern und fehlenden Seiten dieses Produkt im Katalog nicht gefunden wird.
Somit ist diese Aussage mit ässerster Vorsicht zu genießen! |
Ist eine CO2-Anlage nötig?
Gelegentlich tauchen Fragen auf über den Sinn oder Unsinn von CO2-Dosierung.
Allerdings wurde das Thema sehr gut in der Newsgroup erklärt:
Ohne CO2-Anlage kommt man wohl nur dann aus, wenn man den CO2-Verbrauch
auf die Menge begrenzt, die von Bakterien und Fischen produziert wird. Reduziert man die Beleuchtung, kommt man sicher auch ohne CO2-Anlage aus. Allerdings sollte man hierbei auch berücksichtigen, dass der Pflanzenwuchs nachlässt und damit auch der Verbrauch an Nährstoffen und somit die Konkurrenz zu Algen. Man kann sicher nicht dieselbe Menge Fisch in einem relativ schwach beleuchteten Aquarium halten wie in einem Starklichtaquarium. Fische wollen gefüttert werden, und das Futter erzeugt eine Schadstofffracht, für die es auch ausreichend Sauerstoff braucht, um abgebaut zu werden. |
Kann man CO2 mit Mineralwasser zuführen?neuMan kann, aber man führt auch eine nicht unerhebliche Menge Mineralien zu, weil Mineralwässer sehr hart sind. Beispiel einer Zusammensetzung von gekühltem Mineralwasser (Angaben des Herstellers):
Und was ist nun mit dem im Wasser gelösten CO2? |
Kann man das CO2 eines Soda-Streamers verwenden?neu
Im Prinzip ja, aber die Leute in der NG sind sich einig, dass eine selbstgebastelte Anlage auf Basis der Hefegärung
preiswerteres CO2 liefert. |
CO2-Anlage, elektronisch, chemisch, bio(techno)logisch oder Druckgas?
Elektrische CO2-Anlage:In der NG tauchen immer wieder Fragen auf, ob die elektrisch arbeitenden Anlage eines Anbieters mit "Z" zur CO2-Anreicherung etwas taugen.Auch hier sieht's aus, wie beim Essen: die einen finden es gut, die anderen weniger. Diese Anlage wurde im "Grünen Brett" der Firma Dennerle behandelt und ein "Artikel" auf deren HomePage dazu verfasst. Dieser verschwand dann aber recht schnell aus rechtilchen Gründen. "Z" bezog dann auch Stellung dazu.
HIER ein Dokument,
wo beide Stellungen nachzulesen sind.
Chemische CO2-Anlage:Chemisch wird aus einer Zitronensäurelösung und einem (Hydrogen?)Carbonat Kohlendioxid ausgetrieben und ans Wasser abgegeben. Das CO2 sammelt sich unter einer umgedrehten Schale und diffundiert ins Wasser.Da bei unvorsichtigem Hantieren mit der Zitronensäure mal etwas ins AQwasser kam und dort eine Bakterienblüte auslöste, ist der &Carbonator" nicht sehr beliebt. Hinzu kommt, dass sich die CO2-Abgabe nicht regulieren lässt wie z.B. bei der Gasflasche.
Biochemische CO2-Anlage:Biologisch arbeitend bedeutet: CO2 wird erzeugt durch Alkoholische Gärung (Feuerzangenbowle lässt grüßen). Hierbei wird durch Hefe ein Zucker in Alkohol vergoren. Als Nebenprodukt entsteht CO2.Die Anlage gibt es fertig zu kaufen (Fma. Dennerle), man kann sie aber auch selbst bauen und nachfüllen. Dazu gibt es die verschiedensten Systeme, einerseits mit Zuckerlösung in einer Colaflasche plus Trockenhefe, andererseits mit einem Zucker/Gelatine-Gemisch in einer erschöpften Nachfüllflasche usw usw. Das sollte für die meisten Becken ausreichen. Hier sind einige Links mit Rezepten und/oder Bauanleitungen:
CO2-Anlage mit Druckgasflasche:Dies sieht nach der bequemsten Lösung aus: kein Gepansche mit Chemikalien, keine Hefe oder Zitronensäure, die ins AQ flutscht und mal eben für eine Bakterienblüte sorgt, die Zugabe lässt sich bequem via Ventil regeln. Nachfüllen lassen kann man die Flaschen im Aquarienhandel, im Getränkemarkt und im Raiffeisenmarkt.Wenn da nicht die Sache mit der Druckflasche wäre! Es muss ein Druckminderer besorgt werden, die Flasche muss alle 10 Jahre vom TÜV überprüft werden, die Ventile sind oft undicht, so dass man entweder auf Lecksuche gehen muss, oder man hat die Flasche in nullkommanix leer. |
Braucht man einen pH-Controller?
Öfters wird nach dem Sinn, Zweck und der Anwendung eines pH-Controllers gefragt, dazu kann man folgendes sagen: Das birgt aber ein paar Probleme:
Man sollte dabei nicht die natürlichen Biotope aus den Augen verlieren.
Südamerikanische Wässer sind ziemlich sauer. Salmler usw. sollten auch in saurem Wasser gehalten werden.
Dieses saure Wasser kann man zwar durch gnadenlose CO2 Zugabe erhalten,
aber dann liegt der CO2 Gehalt auch jenseits von Gut und Böse. Olaf Deters hat auf seiner Seite einige natürlich Biotope gelistet. Seeehr interessant! Knallharte Wässer wie die ostafrikanischen Seen sind recht alkalisch. Aber auch hier wachsen angepasste Pflanzen! |
Wie ist das mit der Deckenbelastung (Statik)?Hin und wieder tauchen fragen auf, wie schwer so ein Becken ist, und ob es die Decke aushält. Dazu gibt's bei Olaf Deters eine Abhandlung mit Onlineberechnungstool. Besser kann und will ich's hier auch nicht machen! |