UOA, was ist denn das?Das Herzstück eine UOA ist Prinzip nichts anderes als ein sehr feiner Filter, der die "störenden" Ionen zurückhält. |
UOA, wie funktioniert das?
Wie schon gesagt funktioniert die UOA als Filter. Je größer das störende Ion,
desto besser wird es zurückgehalten. In der Zulaufleitung befinden sich je nach Ausstattung ein Kohlefilter, um Chlor oder Pestizide o.ä. zurückzuhalten, was nicht nur nur dem Reinheitsgrad des Wassers dient, sondern auch der die Haltbarkeit der Filtermembranenerhöht, weiterhin ein Feinstfilter, der kleine Partikel zurückhält, die die Membran verstopfen könnten.
Durch den Wasserdruck in der Leitung wird das zu reinigende Wasser nun teilweise durch die Membran gepresst,
teilweise an ihr vorbeigeleitet.
Nur kann man bei der UOA das Verhältnis der Mengen regeln, indem man einen der 2 Abläufe zuriegelt.
Diese 2 Abläufe nennt man Abwasserventil und Entnahmeventil (jeder Hersteller schimpft's anders).
Wie man erkennen kann kommt aus dem einen das Wasser heraus, das man haben möchte (Permeat genannt,
von permeat= das durchgelassene), und aus dem anderen das Retentat (das Zurückgehaltene),
was dem normalen Flusswasser entspräche.
Nun drängt sich natürlich die Frage auf, warum die kleinen Metallionen nicht durchflutschen,
die "grossen" Wassermoleküle doch. Je nach Wasserdruck (je höher, desto besser, mindestens 3, jedoch nicht über 10bar), Wasserwerten (je besser das Eingangswasser, desto besser ist auch das Verhältnis) und Temperatur (je höher, desto besser, aber auch da gibt's eine Grenztemperatur, z.B. 35°C bei Polyamid/Polysulfon-Membranen), liegt das Verhältnis von Retentat zu Permeat im Bereich von etwa 2-5 zu 1, d.h. auf einen Liter Reinwasser fallen etwa 2-5 Liter Abwasser an. Das ist so ziemlich der einzige gro/szlig;e Nachteil der UOAs. |
Gibt es bei der UOA was zu beachten?
Bei der UOA ist eigentlich nur bei der Wasserauswahl was zu beachten (s.u.).
Ferner sind die Durchsätze der UOAs recht gering.
Die Anlage liefert zwischen 30 und 120 Liter pro Tag, unter optimalen Bedingungen also etwa 5 Liter in einer Stunde. Eine UOA darf, nachdem sie ein Mal mit Wasser gefüllt wurde, *NIE* wieder trocken laufen, da die Membran irreparabel geschädigt wird, wenn sie austrocknet. Bei längerer Standzeit sollte zumindest einmal pro Monat gespült werden! |
Welches Wasser kann man für die UOA verwenden?Da die meisten UOA-Membranen aus Polyamid/Polysulfon bestehen, sind sie empfindlich gegen Chlor. Es gibt zwar auch chlorresistente Celluloseacetatmembranen, jedoch sind diese ein gefundenes Fressen für alle Arten Bakterien. Sollte also aus welchen Gründen auch immer Chlor im Einsatzwasser sein, ist Vorsicht geboten.
UOAs haben scheinbar auch Probleme bei erhöhtem Eisengehalt.
Sollte der Gehalt >0,1 mg/l sein, wird wohl die Haltbarkeit der Membrane eingeschränkt.
Ein Grund könnte sein, dass sich oxidierte Eisenpartikel an der Membran ablagern. |
Vollentsalzer (VE), was ist denn das?Wie der Name vermuten lässt, wird das Wasser bei dieser Methode "entsalzt", d.h. es werden die Salze entzogen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. |
VE, wie funktioniert das?Die Entsalzung des Wassers geschieht durch sogenannte "Tauscherharze". Diese bestehen aus einem Kunststoffharz, das "Fangärmchen" für geladene Teilchen (Ionen) besitzt (vereinfacht ausgedrückt). Salze bestehen aus Ionen: positiven Kationen und negativen Anionen.
Clevererweise wird bei der Vollentsalzung mit 2 Harzen gearbeitet,
einem Kationen- und eine Anionentauscher.
Gibt man nun Wasser mit gelösten Salzen über die Harze, so werden die Kationen wie Na+, Ca++, Mg++ gegen
H+ getauscht, die Anionen wie NO3-, HCO3-, Cl-, SO4-- gegen OH-, so dass im Endeffekt (beinahe) salzloses
Wasser aus den Harzen herauströfpelt. Ein Sonderfall der Tauscher ist der sog. Neutraltauscher: Hier werden die Kationenionen "nur" gegen Natrium, die Anionen gegen Chlorid getauscht. Dadurch ändert sich der Salzgehalt des Wassers nicht! Aber ob CaCO3 oder NaCl gesünder ist... Die Neutraltauscher verpfuschen also das Ionenspektrum und sind allenfalls für die Waschmaschine geeignet. |
Gibt es bei der VE was zu beachten?Die Tauscher müssen nach einer gewissen Durchlaufzeit regeneriert werden (s.o.), da das Harz nicht nur für den Einmalgebrauch gedacht ist. Dafür wäre es auch erheblich zu teuer!
Dazu muss das Kati-Harz mit einer Säure durchspült werden, das Ani-Harz mit einer Lauge.
Damit werden die gebundenen Ionen wieder verdrängt und durch H+ bzw. OH- ersetzt.
Die Harze werden quasi wieder aufgeladen und sind für den nächsten Einsatz bereit.
Dieses Regenerieren ist der große Pferdefuß bei den VE Strecken,
da es zum einen eine sehr unbeliebte Arbeit ist,
und zum anderen dabei mit Säuren und Laugen gearbeitet werden muss.
Die in der Aquaristik verwendeten Kati-Harze sind stark sauer, die Ani-Harze sind "schwach basisch",
das bedeutet, dass die Fangarme schwache Basen z.B. primäre Amine ("eingeklebte" Ammoniumionen)
sind. Diese Harze sind geeignet, um die Anionen starker Säuren zu fischen wie Nitrat, Phosphat, Sulfat. |
Welches Wasser kann man für die VE verwenden?Ausgehend von Leitungs- oder Brunnenwasser kannman bei der VE kann man eigentlich jedes Wasser einsetzen . Anzumerken sei hier nur, dass die Anlage keine ungeladenen Moleküle wie Pestizide o.ä. zurückhalten kann. Dafür müsste man dann Aktivkohle verwenden. |
Was ist nun besser? Vor und Nachteile der UOA und VEGemein bis hundsgemein ist bei beiden ein relativ hoher Anschaffungspreis. >150 Euro muss man schon rechnen, wobei die VE-Anlagen über den UOAs liegen. Vorteile der UOA:
Nachteile der UOA:
Vorteile der VE:
Nachteile der VE:
Im Überblick:
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