Häufig verwendete Begriffe
das sogenannte Fachchinesisch.
© K. Wesemann 2001
hier sollen kurz die Begriffe erklärt werden, die so manchen Neuling in den Wahnsinn treiben.
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| Die Härten | GH, KH SBV |
| Stickstoffwerte | NO3 NO2 NH4 |
| Metalle | Cu & Fe |
| Sonstige Werte | PO4 CSB (=COD) Leitwert (=Leitfähigkeit) und natürlich der pH-Wert |
Chemisches: Erdalkali-Ionen, Schwermetalle, Nitrit-Peak
Rechnerisches: Massen- und Volumenanteil, Massenkonzentration, Stoffmenge PPM
wer mehr wissen will über die chem. Zusammenhänge im AQ sollte mal bei Sieglinde
Kastaun vorbeischauen!
Oder ne Mail
schicken an mich und nachfragen.
Extrem häufig tauchen die Abkürzungen für die Wasserwerte auf. Hier eine kurze Erklärung derer:
| GH | GesamtHärte. Ist die Massenkonzentration an Erdalkaliionen, die im Wasser gelöst ist, angegeben als mg Kalziumoxid pro 100 mL (mg CaO /100 mL), das sind dann die ominösen deutschen Härtegrade (°dH) |
| KH | KarbonatHärte. Ist der Teil der GH, der als Hydrogencarbonat gebunden vorliegt. Wird auch in °dH angegeben. Mehr zum Thema Härte hier |
| SBV | SäureBindungsVermögen. Ist fast das gleiche, wie die KH, allerdings ist die KH per definitionem ja ein Teil der GH. Das SBV wird in mmol/L angegeben Solange das SBV kleiner als die GH ist sind SBV und KH identisch. (SBV * 2,8 = KH). Aber für den Fall, dass KH > GH ist, ist's dann das SBV |
| NO3 | Nitrat (Eigentlich NO3- aber man
vereinfacht das etwas. ) Nitrat ist ein Stickstoff (N) haltiges Ion, das durch den Abbau von Ammoniak entsteht. Ammoniak entsteht bei der Nahrungsverwertung der Fische als Abfallprodukt |
| NO2 | Nitrit (nicht zu verwechseln mit NitrAt). Eigentlich NO2-. Auch dieses entsteht aus dem Ammoniak, ist aber die erste Oxidationsstufe, was man daran erkennt, dass da nur 2 anstatt 3 Sauerstoffatome drin sind. Ist deutlich giftiger als Nirat |
| PO4 | Phosphat. (Eigentlich PO43- ) Ist eine Phosphorverbindung, die auch aus dem Nahrungsabbau stammt. Eiweiße enthalten Phosphate, die bei deren Abbau freigesetzt werden dient als Pflanzennahrung, und führt so zur Gewässerüberdüngung (eotrophierung) |
| Cu | Kupfer (lat. Cuprum). Cu ist das chem. Elementsymbol, welches Weltweit anerkannt ist. Damit ist die Massenkonzentration an Cu in mg/L gemeint |
| Fe | Eisen (lat. Ferrum). Auch das chemische Symbol. Auch hier ist die Konzentration gemeint. Eisen ist ein Grundstoff im Blattgrün (neben Magnesium) und daher extrem wichtig für alle Pflanzen. |
| CSB | Chemische SauerstoffBedarf
(engl. Chemical Oxygen Demand; COD). |
| Leitwert | eine Messbare Größe, die wiedergibt, wie
gut das Wasser den elektrischen Strom leitet. Ist also das Gegenteil des elektr. Widerstandes. Angegeben wird sie in µS/cm. (ein S = Siemens = 1/Ohm) Dieser Wert spiegelt den Gesamtsalzgehalt wider, da gelöste Salze dem Wasser überhaupt eine messbare Leitfähigkeit verleihen. Kann man hervorragend verwenden um Veränderungen am Wasser festzustellen. Sozusagen als Schnellmessung, ob noch alles in Ordnung ist. |
| pH-Wert |
ein mathematisch umgeformter Wert, der sich auf die Wasserstoff
(auch Säure-) ionen im Wasser bezieht. |
Chemisches beim Aquarium:
| Erdalkali-Ionen | das sind folgende Metallionen: Beryllium, Magnesium, Calcium, Strontium, Barium und Radium. Wichtig für die Aquaristik sind jedoch nur das Magnesium und Calcium, da diese 2 nahezu alleine die Gesamthärte ausmachen. Alle anderen sind in so geringen Mengen im Wasser vorhanden, dass der Standardaquarianer sie getrost vergessen kann. |
| Schwermetalle | sind Metalle, die
eine höhere Dichte als 5 kg/L haben. Dazu zählen (aquaristisch wichtig) u. a. Blei, Eisen Kupfer usw. Einige davon sind für Wirbellose, Schnecken und auch Fische giftig. |
| Nitrit-Peak |
dieses Wort leitet sich vom englischen Wort für Berg ab. Als Peak bezeichnet man einen Werte"berg", der erscheint, wenn man einen Wert in ein Zeitdiagramm einträgt. Das stellt den Anstieg und anschließenden Abfall eines Wertes dar. In diesem Fall den Gehalt an NO2 (Nitrit) an jedem Tag (zum Beispiel in den ersten 4 Wochen nach Inbetriebnahme eines Aquariums) gemessen. Hier eine Graphik Diese Erscheinung gibt den Zeitpunkt an, wenn die Stickstoffbakterien anfangen richtig zu arbeiten, und man die ersten Fische gefahrlos einsetzen kann. Nämlich dann, wenn das Nitrit wieder nicht nachweisbar ist. |
Rechnerisches in der "Aquariumchemie"
| Massenanteil | das ist das, was man umgangssprachlich mit Massen% bezeichnet. Rechnerisch ist das: Masse eines Stoffes geteilt durch die Gesamtmasse des Gemisches. z.B. 300g H2O2 in 1000g einer H2O2/Wasser -Lösung ergibt einen Massenanteil von 0,30. Mal 100 ergibt sich das dann in % ergo 30% |
| Volumenanteil | das selbe in grün. Nur mit Volumen (also Liter und Milliliter usw.) |
| Massenkonzentration | ist der Bezug von Masse auf ein Volumen. Etwa wie viel Gramm eines Stoffes in einem Liter gelöst sind. Nennt man auch "Gehalt" In der Aquaristik üblich sind hier Angaben von mg/L |
| Stoffmenge | das
"Mol". Ist eine chemische Größe, anhand der man verschiedene Reaktionen berechnen kann. Würde etwas zuuuu weit führen. |
| ppm | "parts per
million" ist eine Angabe aus dem angelsächsischen. Ist streng genommen bei uns als Massen (oder Volumen-)anteil bekannt. ist ein 10000stel % (zB mg/kg oder mL/m3 ). Die Angabe der Massenkonzentration erfolgt (einfacher- aber fälschlicherweise) oft anstatt in mg/L in ppm. Genaugenommen liegt da der Faktor 0,998023 dazwischen (das ist die Dichte von Wasser bei 20°C) |