Häufig gestellte Fragen (FAQ)
© K. Wesemann 2001
zum Thema Futter
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5.1) Das Futter
5.2) Futterbehandlung
5.3) Grünfutter für Welse
5.4.1) Artemia salina (Salinenkrebse)
5.4.2) Enchytraeen
5.4.3) Wasserflöhe
5.4.4) Tubifex
5.5) Das gefriergetrocknete Futter will nicht sinken
5.1) Das Futter allgemein
Sollte abwechslungsreich und angepasst sein. Sowohl in Art und Menge des
Futters.
Jeden Tag nur Flockenfutter ist sicher nicht das Richtige. Hin und wieder
gefrorenes oder lebendes Futter,
etwas Gemüse für die Pflanzenfresser (die meisten Harnischwelse z.B.) wie
Kartoffeln Gurke oder Paprika,
bereichern den Speiseplan doch erheblich.
Im Zweifelsfall lieber zu wenig als zuviel Futter, da die Tiere in der Natur
auch eher mit dem Wenig,
denn mit dem Viel leben.
5.2) Futterbehandlung
Öfters wird gefragt, wie Frostfutter zu behandeln sei. Darüber scheiden
sich die Geister!
Die einen sagen das muss aufgetaut und dann abgespült werden, weil sich die
Fische sonst den Magen verderben
durch das gefrorene Futter, und eine hohe Phosphatbelastung auftritt, durch
das Schmelzwasser der Frostfutterwürfel.
Die anderen sagen: Bloß nicht auftauen, dadurch gehen die Vitamine flöten,
und das Futter schlägt um, wenn's zu lange auftaut.
Vitaminisiert werden sollte es (das ist wohl die einhellige Meinung) so oder
so.
Ich persönlich gebe es in ein Teesieb, und spüle es gefroren bis zum
Auftauen langsam mit kaltem Wasser.
Ein oder 2 Tropfen Vitaminlösung drauf; Mahlzeit!
Ich habe zuletzt eine Portion Mückenlarven auf ihren Schadstoffgehalt untersucht.
Die Ergebnisse sind hier zu finden. Aber soviel vorweg: Auf jeden
Fall abspülen!![]()
5.3) Grünfutter für Welse
Oft auftauchend: Wie verfüttere ich zusätzliches Grünfutter an meine
Welse?
Die Antworten:
a) Die Art: Es werden von diversen Leuten Kartoffeln, Salatgurken,
Zucchini, Paprika, Erbsen, Mais Salat (überbrüht oder nicht) u. ä.
verfüttert. Dies wird von den meisten Harnischwelsen sehr gerne genommen.
Welches speziell? Ausprobieren!
Auch Spinat, der auf Steinen aufgebracht ist, oder tiefgefrorener Rosenkohl
sollen der Hit sein.
Allerdings sind die Welse da sehr unterschiedlich, in dem was sie mögen, oder
nicht.
b) Die Einbringung: Da einige von diesen Futtersorten schwimmen,
sollte man sie am Boden halten. Die geht mit
Bleiband (am besten mit Kunststoff umhüllt, per Schrumpfschlauch o.ä.),
mit
Holzstäbchen im Boden verankern,
Saugnapf mit Schlauchhalter
einem durchstochenen Edelstahllöffel (Teelöffel)
oder einfach nem Stein. (Auch gefrorene Gurkenscheiben sollen
absinken)
5.4.) Lebendfutter
Ist wohl das non plus Ultra für die Ernährung.
Entweder in der Natur gefangen (sog. Tümpeln), oder aus eigener Zucht.
Die Naturentnahme hat auch Nachteile, da man sich dabei evtl. Krankheiten
einfangen kann.
Bei eigenen Zuchten steht dann eine eventuelle Geruchsbelästigung und
der zusätzlich Pflegeaufwand ins Haus.
5.4.1) Salinenkrebse
Sind als sog. Nauplien (kurz nach dem Schlupf) erstklassiges Jungfischfutter.
Die kleinen Krebse flüchten durch das Wasser, und fördern den Jagdtrieb der
Jungen.
Sie lassen sich einfach in einer Kochsalzlösung ausbrüten, und können
problemlos verfüttert werden.
dazu gibt es diverse Methoden.
Die Flaschenmethode, bei der die Eier (im AQ-Handel) in einer Flasche mittels
Luftpumpe durchgeblubbert werden,
oder die Schalenmethode, bei der in einer spez. Zuchtschale die Eier einfach
so zum Schlupf gebracht werden.
Die Methoden unterscheiden sich in der Trennung von Eierschalen (die sind
nämlich nicht ungefährlich für die Jungen)
und den Nauplien.
Bei der Flaschenmethode lässt man die Schalen absitzen, und entnimmt dann
die Nauplien.
In der Schale befindet sich als einzige Lichtquelle ein Loch im Deckel. dahin
schwimmen die Nauplien.
Sinnigerweise ist genau da ein Entnahmenetz :-)) Die Schalen werden durch
Ringe im äußeren Bereich zurückgehalten.
Man kann die Krebse auch zur Geschlechtreife aufziehen, aber deren Verfütterung
ist "etwas" umstritten, da sie einen relativ
hohen Salzgehalt aufweisen. Aber als Zusatzfutter sind sie sicher geeignet
5.4.2) Enchytraeen
Sind Würmer, die sich von zersetzendem organischen Material ernähren.
Die Futterzucht ist einfach zu bewerkstelligen, wenn man nur erst mal einige
Würmer bekommt. (Ansatz)
Diese gibt man in Seramis® darauf Haferflocken, die man anfeuchtet. dann
mittelwarm und nicht zu hell deponieren.
Voila. Von Vorteil ist es, die Kultur mit einer Scheibe abzudecken, da sich
die Würmer darunter ansammeln.
Die einzige Schwierigkeit ist den rechten Feuchtigkeitsgrad zu finden, damit
das Wachstum optimal ist, und die Kultur Schädlingsfrei bleibt.
(Bei mir haben sich da Fruchtfliegen eingeschlichen. Die flugfähige Form,
grummel)
Und man darf das ganze nicht luftdicht verpacken, da der Futterbrei sonst
anfängt sich übelriechenderweise zu zersetzen!
Enchies haben eine recht hohen Fettgehalt, und sollten daher nicht zu oft
gefüttert werden.
5.4.3) Wasserflöhe
Gibt's in 2 Varianten: Die japanischen, und die heimischen.
der Fernostfloh ist angeblich leichter zu ziehen. Aber beide werden mit Hefelösung
ernährt, und sind ein absoluter Favorit bei den
Beckeninsassen. Im Gegensatz zu den Artemien leben sie in Süßwasser und
zeigen ein erstklassiges Fluchtverhalten.
Die Fische schalten innerhalb weniger Sekunden auf den schlummernden
Jagdinstinkt um, ein absolut grandioses Schauspiel
Tubifex sind Rohrbachwürmer mit hohem Fettgehalt.
Sie sollten ausschließlich aus Zuchten erworben werden, da sie sehr schnell
Schadstoffe einlagern können.
Auch hier gilt: Nicht zu oft füttern
findet ihr unter www.tuempeln.de. Hier in der FAQ ist nur ein kurzer Abriss.
Dort jedoch eine tiefgehende Abhandlung zu den Themen Futterzucht, selber Fangen usw.
5.5) FD-Futter zum Sinken bringen
Hin und wieder wird nach einer Möglichkeit gefragt, wie man das
gefriergetrocknete Futter (Tubifex, Rote Mückenlarven etc.) zum Sinken bekommt,
so dass auch mal die Welse was abkriegen.
Die Methode die sich wohl am besten bewährt hat, ist folgende:
Man gibt das Futter (Tubifexwürfel) in eine Plastikspritze (ohne Nadel).
Darauf gibt man etwas Wasser (vorne zuhalten !) und evtl noch einige Tropfen
Vitaminlösung. (Das zieht dann noch mit ein ins Futter)
Sollte so ungefähr ein Drittel des Spritzenvolumens ergeben.
Den Stempel wieder einsetzen, und die Luft herausdrücken. (Spritze nach oben
halten)
Dann vorne zuhalten, und den Stempel weit zurückziehen. Durch das
entstehende Vakuum saugen sich die gefriergetrockneten Futtersorten recht
schnell
mit Wasser (bzw. Wasser/ Vitaminlösung) voll. Evtl. noch etwas schütteln,
um Verklumpungen zu lösen, und das war's.
Ein weiterer Vorteil ist, dass man danach das Futter recht genau im AQ platzieren
kann. So kann man z.B. dem sich ewig in seiner Höhle versteckenden
L46 auch mal was vors Maul schießen. Klappt hervorragend :-))))