Welche Aquarianerspecies gibt es? Die Frage kam im Zusammenhang mit der Sammelleidenschaft, die mitunter
bei mit dem Aquariumvirus infizierten auftritt. Also Aufschlag Rolo:
Nun, um mich mal an Ralf zu orientieren, gibt es von der Art
Homo
aquarioticus offenbar zwei verschiedene Unterarten. Den Homo aquarioticus
maximus und den Homo aquarioticus quantimus. Bitte nicht mit verschiedenen
Fundortvarianten einer Art verwechseln, denn das Verbreitungsgebiet dieser
beiden Unterarten erstreckt sich parallel über alle bislang bekannten
Vorkommensbiotope. Die Ansprüche sind daher recht variabel und den
Gegebenheiten meist perfekt angepaßt. Aber Vorsicht, beide Arten sind oft
starke Wühler, die ihre Reviere schonmal kräftig "umbauen" können,
um freie
Plätze zu schaffen.
Dennoch existieren sie meist friedlich nebeneinander und es kommt nur selten
zu Revierstreitigkeiten.
Wenn man den Literaturangaben glauben darf, sind auch schon Kreuzungsfälle
offenkundig geworden. Diese Bastarde, wiss. Erstbeschreibung als Homo
aquarioticus spec. "Quantimax" (KIPPER 2001), sind zwar scheinbar
physioligisch lebensfähig, sind aber dennoch etwas heikel in der Haltung, da
sie durch finanziellen Ruin oft irgendwann kümmern und zugrunde gehen. Sie
eignen sich besser zur Arthaltung, denn oft sind diese Tiere extreme
Einzelgänger mit großem Revieranspruch. Weibchen werden oft nicht beachtet
und schon nach kurzer Zeit wieder aus dem Revier vertrieben, daher gestaltet
sich die Zucht aüßerst schwierig.
Aus dieser durch Kreuzung entstandenen Art hat sich im Laufe der Evolution
alledings eine weitere Art mit ganz anderen Verhaltensweisen herausgebildet.
Der Homo aquarioticus spec. "AquaZoo" ist ein geselliger Schwarmfisch,
der
in einer größeren Gruppe eine gut funktionierende Aufgabenverteilung
entwickelt hat.
Das Verhaltensgrundmuster entspricht jedoch in den Grundzügen dem des Homo
aquarioticus spec. "Quantimax", jedoch ist diese Art durch den
Schwarmtrieb
deutlich unproblematischer in der Pflege und sind weitaus langlebiger.
Darüberhinaus sind sie wesentlich leichter zu züchten, da sie neben dem
gemeinsamen Großrevier noch kleinere Nebenreviere besetzen, in denen zur
Fortpflanzung auch Weibchen geduldet werden. Die Weibchen bewachen dann das
Gelege und übernehmen die Verteidigung der Einzelreviere, während sich das
Männchen vorrangig um das Großrevier und den Zusammenhalt des Schwarms
kümmert und erst in der Dämmerung Zuflucht im Kleinrevier sucht, um dort in
der Bruthöhle einen Schlafplatz zu finden.
Aber trotzdem sind- alles in allem - jede dieser Arten interessante,
dankbare und liebevolle Pfleglinge ;-)
Gruß,
Rolo
Danke! Kalle