Häufig gestellte Fragen (FAQ)
© K. Wesemann 2001

zum Thema Wasser

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Hier die Fragen:

1.1) Was ist "besser" Osmoseanlage oder Vollentsalzung? Neu: die eigene UOA-VE Seite!

1.1.1) Was ist der Unterschied der "Reinwässer" VE, dest. Wasser und Permeat.

1.1.2)  Kann man die fürs AQ verwenden?

1.1.3) Und das Wasser aus dem Trockner?

1.2) Wie sieht's mit Regenwasser aus?

1.3) CO2 und pH-Wert

1.4) Welcher Wassertest taugt was?

1.5) Die Sache mit der Wasserhärte

1.5.1) Wie sieht das mit der Leitfähigkeit aus?

1.6) Der Nitratgehalt im Wasser

1.7) Die Anti-Nitratpflanze: Efeutute

1.8) Das Nitrit

1.9) Becken/Filter einfahren

1.10) Nitrifikation

1.11) DIE Frage im Sommer: Wie krieg ich die Temperatur runter?

1.12) Was ist denn das für ein Film auf dem Wasser??

1.13) Was ist denn Kremserdünger?

1.14) Und wohin mit dem Wasser vom Wasserwechsel?

 

1.1) Osmoseanlage contra Vollentsalzung

Auch hier gibt es 2 Fronten. Die einen schwören auf die Entsalzeranlage (EA), die anderen auf die Umkehrosmoseanlage (UOA).

Jede hat ihre Vor- und Nachteile, wobei die Funktionsprinzipen grundlegend anders sind:

EA: Hier werden die im Wasser gelösten Ionen an sog. Austauscherharzen, die zum einen mit H+ und zum anderen mit OH- Ionen

"vorgeladen" sind ausgetauscht. d.h. alle positiven Ionen werden gegen H+, alle negativen gegen OH- getauscht.

H+ und OH- geben dann zusammen Wasser (H2O). Somit sind alle Salze durch Wasser getauscht worden.

Die sogenannten "Neutraltauscher" sind für die Aquaristik ungeeignet, da das Wasser nicht entsalzt, sondern nur "Enthärtet" wird. Bei diesen Harzen

werden nur alle höheren Metallionen (Mg, Ca, Cu usw.) gegen Natrium ausgetauscht . 

das sogenannte "natürliche Ionenspektrum" (also das Verhältnis der Ionen untereinander) wird dadurch verschoben bis zerstört, was einerseits zu

Pflanzensterben oder Fischsterben führen kann; andererseits dem Biotop jedenfalls nicht zuträglich ist.

 

Diese Anlagen werden meist in der Hauptwasserleitung zwischengeschaltet; etwa für die Waschmaschine etc.

 

UOA:  Hier wird das Wasser durch den Leitungsdruck teils an einer Membran vorbei, und teils durch sie hindurch gepresst.

Diese Membran ist aber so fein, dass die Salze nicht durch sie durch passen. Auch andere Stoffe, wie etwa Insektizide und Pestizide werden

 zurückgehalten. Grob gesagt, alles was größer ist als ein Wassermolekül passt nicht durch.

 

Vor und Nachteile:

In den Anschaffungskosten liegen beide "etwa" gleich.

Bei der UOA wird jedoch der meiste Teil des Wassers als Abwasser an der Membran vorbeigeleitet. Das Verhältnis von Brauchwasser (Permeat)

zu Abwasser (Retentat) ist etwa 1:4 (kann je nach Wasserdruck und -temperatur, sowie der Ausgangswasserwerte auch besser sein).

Von 5 Litern Wasser, die durch die Leitung fließen, bleibt also nur ein einziger Liter als Permeat übrig. Das Abwasser kann von Gartenbesitzern

 natürlich noch zum Wässern verwendet werden. In einer Wohnung wird's schwieriger.

Bei der EA ist dies nicht der Fall. Hier gibt's dieses Verlustverhältnis nicht. Hier werden aus 5 Litern Leitungswasser auch 5 L entsalztes.

dafür muss die EA aber "regeneriert" werden, wenn die Austauscherharze keine Ionen mehr tauschen können, weil sie "erschöpft" sind.

Dann haben sie keine H+ bzw. OH- Ionen mehr die sie abgeben können.

In diesem Fall muss man sie mittels Salzsäure bzw. Natronlauge wieder "aufladen" . Viele Leute scheuen aus diesem Grunde die EA, weil sie

nicht mit den Chemikalien "panschen" möchten (sind aber verdünnte Lösungen). Außerdem kosten diese Chemikalien auch Geld.

Sehr deutlich wird der Aufwand, wenn man die "Regenerierungsanleitung" für eine Tauscheranlage liest.

Es gibt eine der Firma Dennerle im Netz. Zu finden hier

Ferner kann die EA keine Stoffe zurückhalten, die nicht als Ionen vorliegen. Also Pflanzenschutzmittel etc.

Durch einen Aktivkohlefilter kann dies aber auch erreicht werden.

Eine UOA arbeitet sehr langsam (sie tröpfelt nur). Eine gute schafft um 120 L Permeat in 24h. Diese Menge schafft eine EA in etwa 2-3 h.

Denkt Euch selber Euren Teil, was nun besser ist.

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1.1.1) Die Reinwässer

Oft wird nach den Unterschieden der Wässer gefragt.

Was denn nun VE heißt usw. Hier mal etwas dazu:

VE ist die Abkürzung für "Voll Entsalztes" Wasser. Also solches, dass über eine Ionentauscherstrecke hergestellt wurde.

Leitwert für VE: zwischen 0,5 und 10 µS/cm (je nach Regenerationszustand der Harze)

Permeat ist das Reinwasser, dass durch eine Umkehrosmoseanlage produziert wird.

Leitwert: je nach Leitungsdruck und Ausgangswasser von <10 bis 50 µS/cm

dest. Wasser (auch sog. Batteriewasser) ist das, was man im Baumarkt o.ä. kaufen kann. 

Sollte theoretisch durch Destillation von Wasser hergestellt werden, und damit einen Leitwert von <1 µS/cm haben.

de facto ist es aber in den allermeisten fällen VE.

 

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1.1.2) Sind die brauchbar?

Für alle 3 gilt: Ja.

der Unterschied besteht nur in der Einsatzart.

VE (wenn es frisch ist) hat zumeist einen hohen CO2 Gehalt, der aus der KH des Einsatzes herrührt. 

Daher muss man es entweder stehen lassen, durchblubbern oder verschneiden mit Leitungswasser.

Permeat und "dest. Wasser" kann sofort eingesetzt werden.

Nur sind VE und Permeat wesentlich billiger als das Wasser aus dem Baumarkt.

 

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1.1.3) Kondensattrocknerwasser

Hin und wieder wird nach der Tauglichkeit des Kondensates aus den Trocknern gefragt.

Ganz klar und eindeutig: NEIN. Dieses Wasser ist für Aquarien NICHT geeignet.

Darin befinden sich immer noch Stoff- und Waschmittelreste.

Auch für Autobatterien ist dieses Wasser nicht geeignet.

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1.2) und Regenwasser?

Ist laut recht einhelliger Meinung NICHT geeignet.

Es ist zwar ohne Frage weiches Wasser, aber aus folgenden Gründen denkbar schlecht:

Das was man auffangen kann, ist zumeist "Dachablaufwasser" also voller gelöster Stoffe, die mal auf den Dachziegeln waren (Ruß, Dreck, Vogelkot und und und)

Ferner ist das Wasser in Ballungs- oder Industriegebieten stark mit Schadstoffen durchsetzt, die von Abgasen stammen. Z.B. die Schwefel- und Stickoxide,

die im Wasser Schweflige- bzw. Salpetrige- und Salpetersäure bilden!

Hinzu kommt noch die Schwermetallbelastung durch die Kupfer- und/oder Zinkdachrinnen. 

Also zumindest muss das Wasser über Aktivkohle gefiltert werden. Eine Osmose- oder Entsalzeranlage ist dem vorzuziehen

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1.3) CO2 und pH

der CO2-Gehalt im Wasser hat Einfluss auf den Säurecharakter des Wassers, ausgedrückt durch den pH-Wert.

eine pH unter 7 zeigt saures und einer über 7 alkalisches Wasser an, wobei ein Unterschied von einer pH

bedeutet, dass das Wasser 10 mal saurer oder alkalischer ist.

Durch Einleiten von CO2 wird der pH nach unten verschoben. Wie stark der Wert sich ändert hängt vom Puffer-

system des Wassers ab. (Dem SBV = Säurebindungsvermögen, oder auch KH = Carbonathärte)

Generell kann man sagen: Je niedriger das SBV (KH) desto weniger CO2 ist nötig, um den pH zu beeinflussen!

Tabellen dazu gibt's hier.

Um ein gutes Pflanzenwachstum zu erreichen soll der CO2-Gehalt etwa bei 20 mg/L liegen

Zum Einbringen des CO2's gibt es diverse Vorrichtungen. Aber so richtig rauskristallisiert hat sich da noch kein Favorit,

weil das stark von der Beckengröße und der KH abhängt.

Aktuelle Diskussionen zu dem Thema sind grade gelaufen. dabei kam (IMO) folgendes interessantes heraus:

1. Sollte man nicht den pH-Wert per CO2 "regulieren", sonder den CO2-Gehalt auf 20 mg/L einstellen, und wenn man

seinen pH-Wert nach unten schieben möchte, halt die KH senken.

2. Scheint wohl der Einfluss des pH-Wertes auf die Fische weniger brisant zu sein, als der CO2-Gehalt.

Fische verenden trotz ausreichender Sauerstoffmenge im Wasser dadurch, dass sie ihr bei der Atmung entstehendes

CO2 nicht "abatmen" können, weil zuviel CO2 im Wasser ist. (Ist etwas schwieriger zu erklären. Aber wer das genauer wissen will,

kann es bei Norbert Dörre nachlesen. Lars Dettmann über CO2 und Atmung)

Also Fazit: Nicht "auf Teufel komm raus" die pH senken, und dabei den CO2-Gehalt bedenkenlos anheben.

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1.4) Die Tests

Immer wieder tauchen Fragen zu den Tests auf:

Insbesondere zur Haltbarkeit, und zur Genauigkeit.

Andreas Karge hat z.B. einen Test der Eisentests durchgeführt. Da gibt es deutliche Unterschiede,

da einige Tests das gebundene, für Pflanzen wertvollere Eisen nicht erfassen.

Die Ergebnisse findet ihr wieder (!) im Netz. Unter Eisentest

Die Funktion des Nitrit-Tests kann man durch Spucke prüfen. Die enthält immer Nitrit.

Ansonsten ist es immer gut die Wasserwerte des reinen Leitungswassers zu kennen.

Damit hat man immer eine Vergleichslösung mit bekannten Sollwerten, anhand derer man Prüfen kann, 

ob der Test noch korrekt anzeigt.

Die KH-Bestimmung in "Weichwasser" macht häufig Probleme. Da kann man aber aushelfen:

Man nimmt die doppelte Wassermenge. Dadurch erhöht sich die Genauigkeit auf das 2fache, da nun jeder Tropfen nur noch ein halbes °dKH bedeutet.

Notfalls auch die 4fache Menge (1 Tropfen = 0,25°). Die Farbe des Indikators ist dadurch nur sehr blaß und schwer zu erkennen.

Wer allerdings einen CO2-Langzeittest besitzt, gibt einfach 1-2 Tropfen der Indikatorlösung dazu (nennt sich Bromkresolgrün), und schon kann man wieder

alles ganz normal bestimmen.

Häufig wird auch nach der Genauigkeit der sog. Streifentests gefragt.

Dazu schwankt die Meinung von "kannste vergessen" bis "ganz brauchbar"

ICH tendiere zur 2. Aussage. (Wobei man die "Zeiten" genau einhalten muss. Also (z.B.) EINE Sekunde ins Wasser, abschlagen und nach 1 min ablesen) 

Als Check der wichtigsten Wasserwerte mit relativ guter Genauigkeit, um zu sehen, ob sich etwas verändert hat

in einem stabil laufenden Becken (also etwa 80% der Messungen die man so macht) taugen sie wohl!

Für mehr allerdings nicht. Was will man mit einem Nitrit-Test, der erst bei 1 mg/L anschlägt ?!

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1.5) Die Wasserhärten

Wie kann ich die Wasserhärte senken? Wie die GH, und wie die KH? Kann die KH größer der GH sein usw.

Dafür gibt's ne eigene Seite, weil das was dicker wird! 

Version 1.1 hier lang

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1.5.1) Die Leitfähigkeit

Die Leitfähigkeit (LF) im Wasser wird durch die in ihm gelösten Ionen hervorgerufen. Ihre Einheit ist mikro-Siemens pro cm (µS/cm).

[Bei sehr hohen Leitfähigkeiten (etwa in Meerwasser) gibt man auch milli-Siemens pro cm an (mS/cm). Das ist dann 1000 mal so viel.]

Unterschiedliche Ionen leiten den Strom unterschiedlich gut. So leitet ein Natriumion den Strom z.B. besser als ein Calciumion, und ein

Nitrat besser als ein Phosphat. Das hat was mit der "Beweglichkeit" zu tun.

 

Man kann sagen: Je niedriger die LF desto niedriger ist auch der Salz (oder Ionen-)gehalt des Wassers.

So hat z.B. Leitungswasser (hier in Köln) etwa 650 - 700 µS/cm. Entsalztes bzw. Osmosewasser nur etwa <10 bis 30 µS/cm.

Kennt man die Zusammensetzung der im Wasser gelösten Stoffe, kann man daraus theoretisch die LF berechnen (wenn man alle Faktoren kennt)

andersrum geht es NICHT. Kennt man die LF eines Wassers, kann man nichts über dessen Zusammensetzung sagen.

Allenfalls kann man daraus den "Gesamtsalzgehalt" näherungsweise bestimmen. (bei Kölner Wasser ist das ca.: LF mal 0,75 ergibt den Salzgehalt in mg/L) 

dieser Faktor ist aber empirisch, d.h. ein Erfahrungswert, der eigentlich nicht übertragbar ist.

Als Einzelmessung ist die LF relativ bedeutungslos, da aus o.g. Gründen keine Rückschlüsse gezogen werden können.

Als Dauer- oder Mehrfachmessung ist sie jedoch sehr aussagekräftig, da durch sie eine zunehmende Mineralisierung (oder Aufsalzung) des Wassers

festgestellt werden kann.

Sie ersetzt allerdings die Messung der anderen aquaristisch wichtigen Messungen nur bedingt.

Die Messung der Carbonathärte (KH; SBV) sowie des pH-Wertes bleibt weiterhin wichtig.

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1.6) Der Nitratgehalt

der Nitratgehalt gibt Aufschluss darüber, wie die Gesamtbelastung des Wassers aussieht.

Bei relativem Überbesatz kommt die anaerobe (luftfreie) Bakterienkultur (diese baut das Nitrat ab)

nicht mehr mit der Produktion des Nitrats durch die Nitrifikation mit, und der Wert steigt an.

Die Meinung zur Giftigkeit des Nitrates sind seehr kontrovers. Eindeutig ist jedoch,

dass es ein algenfördernder Faktor ist! Daher sollte es wenn irgendwie möglich entfernt werden.

Entweder durch eine Denitrifikation oder durch Einsatz von Pflanzen wie der Efeutute, oder

durch Wasserwechsel, wenn der Nitratgehalt im Leitungswasser niedrig genug ist.

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1.7) Die Efeutute

Als Möglichkeit zur Nitrat- (und Phosphat-) Entfernung wird häufig nach der Efeutute gefragt.

Diese Rankenpflanze entfernt auf simple aber geniale Weise diese "Schadstoffe" aus dem Becken:

Sie verbraucht sie beim Wachsen.

Dazu einfach einen Steckling mit 3 bis 4 Blättern in Aquariumwasser Wurzeln treiben lassen, und dann

ins Becken hängen, so dass die Pflanze zwar Außen ist, die Wurzeln aber im Becken.

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1.8)     Das Nitrit

Nitrit ist eine Stickstoffverbindung, die entsteht, wenn der von den Fischen ausgeschiedene Ammoniak durch Bakterien

abgebaut wird. Nitrit (NO2-) ist ein Zwischenprodukt der Nitrifikation und sollte in einem Becken nicht nachweisbar sein, da es stark giftig ist.

Normalerweise wird es direkt weiter umgewandelt zum wesentlich ungiftigeren Nitrat (NO3-). Wenn diese Weiterverarbeitung gestört ist, oder

Sauerstoffmangel im Becken herrscht, kann es jedoch in größeren Mengen vorliegen, und wirkt dann stark schädigend auf die Fische.

Gehalte ab 0,5 mg/ Liter gelten als sehr bedenklich, alles ab 1 gilt als kritisch und drüber: Naja

Folgende Ursachen können unter anderem einen hohen Nitritgehalt verursachen:

Ein Becken, das noch nicht ausreichend Bakterien enthält (nicht eingefahren) , oder in dem die Bakterienkultur abgestorben ist. z.B. durch Chemikalien- oder Medikamenteneinsatz (etwa Nifurpirinol).

Ein ausgefallener Filter. Die Bakterien darin zehren den Sauerstoff auf, und wandeln danach Nitrat wieder zu Nitrit um! Wenn man ihn dann wieder anschaltet bläst man sich ein stark nitrithaltiges Wasser ins Becken.

Eine Leiche im Becken die man nicht gefunden und entfernt hat. Z.B. Apfelschnecken, oder Turmdeckelschnecken, die nach Einsatz eines kupferhaltigen Mittels gestorben sind

Das kann man dagegen machen:

Wasserwechsel, Wasserwechsel Wasserwechsel, bis der Wert wieder im grünen Bereich ist. (Es sei denn das Becken wird eingefahren)

Auf KEINEN Fall Bodengrund absaugen oder Filter reinigen. ansonsten einfach nur warten und messen und Wasserwechseln.

Natürlich ist erst mal zu klären, woher der hohe Wert kommt (s.o.)

Aber auch dazu hat Lars Dettmann etwas verfasst. Nachzulesen hier und auch hier: Ein Text zum Thema Fischgifte wobei auch das Nitrit behandelt ist.

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1.9)  "Einfahren"

Hierunter versteht man im Aquarianerchinesich die Zeit, bis sich eine ausreichende Bakterienkultur zur Nitrifikation gebildet hat.

Dies kann folgendermaßen erreicht werden:

a) Ein Becken: Komplett mit Pflanzen und Bodengrund und und und...aber OHNE Fische etwa 2-3 Wochen laufen lassen. Dabei etwas mit 

normalem Trockenfutter füttern, um den Bakterien auch etwas Nahrung anzubieten, dabei vermehren sie sich besser.

Dies kann durch "Filterschlamm" eines bereits länger laufenden Beckens oder durch Zugabe von sog. "Bakterienstartermitteln" aus dem Handel

unterstützt und beschleunigt werden.

Während dieser Zeit den Filter wenn's geht etwas drosseln, damit es die Bakterien leichter haben , sich dort anzusiedeln und estmal nicht

Wasserwechseln. Schließlich sollten ja keine fische im Becken sein, und WW würde die schon vorhandenen Bakterien entfernen.

Es ist völlig normal, dass in der Einfahrphase zuerst der Nitritgehalt steigt. dann wird der Nitratgehalt ansteigen, und der Nitritgehalt

abfallen, bis es nicht mehr nachweisbar ist.

VOR dem Einsetzen der Fische den Wasserwechsel nicht vergessen.

 

b) Einen Filter: in der NG tauchte hin und wieder ein "Schnelleinfahrvorschlag" auf: den Filter in einen Eimer mit Wasser einbringen, und diesen

dann mit VIEL Futter versetzten. Sich am entstehenden Geruch nicht stören und 2 -3 Tage laufen lassen.

In dem Medium kann natürlich kein Fisch leben, aber die Bakterien sollen sich rasend schnell vermehren, und im Filter ansammeln

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1.10) Nitrifikation

Ist zwar nicht grade eine der FAQs, aber passt ganz gut hier mit rein.

So bezeichnet man die Abbaukette von Ammonium/Ammoniak über Nitrit zu Nitrat. Fische scheiden beim Abbau der Nahrung

Ammoniak aus. Dieses sehr giftige Zwischenprodukt liegt bei pH Werten unter 7 zum größten Teil in seiner ungiftigen Form

als Ammoniumion vor. Dieses wird von den sog. Nitrosomonasbakterien zu Nitrit (NO2-) oxidiert, welches wiederum durch

die sog. Nitrobacterbakterien zu Nitrat (NO3-) [bzw. Salpetersäure (HNO3)] weiteroxidiert wird.

Dieser Vorgang verbraucht Sauerstoff ! Ferner wird durch die entstehende Salpetersäure die Karbonathärte zerstört.

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1.1) Puuuh ist das warm!

Im Sommer häufen sich die Fragen zur Temperaturregulierung im Becken. 

Wenn sich die Temperaturen an den Grenzbereich der Fische bewegen wird's langsam kritisch. Gewisse Schwankungen können sie ab, nur zu extrem

sollte es nicht werden, und man sollte eingreifen.

Auch dazu gibt es die verschiedensten Tipps.

"Klimaanlage kaufen" ist wohl der teuerste, beeinflusst aber auch das Wohlbefinden der restliche Bewohner außerhalb des Wassers. :-)

Auch gibt es zu exorbitanten Preisen aktive Kühlaggregate zu kaufen (im Kilomark-Bereich) Eine Alternative via altem Kühlschrank findet man

unter der Adresse von Olaf Deters. Präzise hier

Wasserwechsel ist lt. Berechnungen nicht DER Brüller. da muss man schon täglich sehr große Mengen tauschen.

(Ich pers. helfe mir derzeit mit sog. "Eisakkus" 4 Stück auf ein 200L Becken senken die Temp. um 1K.

Am nächsten Tag sind die wieder einsatzbereit)

Vielfach im Einsatz sind scheinbar die Systeme mit Lüftern. Hierbei werden PC-Lüfter oder ähnliche Luftbeweger so ein- und angebaut, 

dass sie die warme Luft aus dem Becken befördern. Die Beleuchtung ist wohl der Hauptverursacher des Aufheizens. 

Daher soll die durch die Röhren aufgeheizte Luft aus dem Becken

Durch den Luftstrom wird zusätzlich gekühlt, da Wasser verdunstet. (erhöht natürlich auch die Luftfeuchte im Zimmer)

Auch ein normaler Ventilator über einem offenen (bzw. geöffneten) Becken sorg für den Effekt.

(funktioniert nur nicht so recht mit Katzen )

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1.12) Der Film auf dem Wasser

Das ist im allgemeinen eine sog. Kahmhaut.Die Kahmhaut besteht meist aus Staubpartikeln und Bakterien, ist an sich nichts gefährliches. 

Nur wenn sie zu stark wird, kann sie den Gasaustausch zwischen Wasser und Luft behindern

Man kann sie relativ einfach entfernen, indem man ein Blatt Papier auf die Oberfläche legt z.B. Küchenpapier, und dieses nach kurzem Aufsaugen

 wieder entfernt. Mit einer etwas stärkeren Oberflächenbewegung kann man die Bildung eine Kahmhaut unterbinden

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1.13) Kremserdünger

Ist quasi eine Verballhornung. Entstand irgendwie mal in der NG aus den Worten Dünger (denn das ist er) und dem Namen des Erfinders Dr. Andreas Kremser.
Eigentlich heißt das Zeug Ferrdrakon oder so.
Hat üble Auswirkungen auf das Pflanzenwachstum. siehe auch www.drak.de und hier

 

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1.14) Das Wasser vom Wechseln

Häufiger kommt die Frage, ob man das Wasser, dass man beim Wechseln ablässt, evtl. zum Blumengießen verwenden kann.
Die einzig wahre und ultimative Antwort ist: "Na klar! Unbedingt! "
Viele Aquarianer "verbessern" ihr Leitungswasser durch Osmoseanlagen oder VE-Harze. Weichen also ihr Wasser auf.

a) wäre es doch viel zu schade, dieses wasser ungenutzt wieder in den Kanal zu schütten
b) mögen viele Pflanzen grade dieses weiche Wasser (etwa Gardenien , Azaleen oder Rhododendren) und
c) hat man ja immer noch Dünger im wasser (Eisen, Nitrat usw.) was man durch den WW entfernen möchte.

Es gibt keinen vernünftigen Grund dieses Wasser nicht zu nutzen.
Ich selbst praktiziere das (wie viele NGler auch) schon seit Jahren so.

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