Direct wurde zum erstenmal ca. 1984/85 in Seattle (KEZX?) vorgestellt, ist aber erst sein 1988 in
Deutschland erhältlich. Es ist ein Album, bei dem sich symphonische mit Elektronikklängen mischen.
The Motion of Stars klingt eigenwillig bis eigensinnig, The Will of the Wind erinnert an indianische Folklore
und ist ein typisches New Age-Stück. Es geht nahtlos in Metallic Rain über, eins meiner
Lieblingsstücke auf diesem Album. Es fängt verträumt an, um dann allmählich in harte
Klänge und Rhythmen üerzugehen.
Elsewhere ist ein ruhiges Stück, das durch eine nett aufgesetzte Tonleiter nach oben sowie
wabernde Synthesizer-Filter Spannung erhält. (Wie stellt man die Synthie-Filter eigentlich in einer
Partitur dar?)
Dial-out scheint eine Fantasie zu sein über "Johnny, wenn Du Geburtstag hast..", die nach dem Hauptthema
in jazzigere Klänge und einen starken Drive übergeht. Als Gegenstück dazu schließt
sich das sehr melodiöse Glorianna mit Synthesizer und der Stimme einer Opernsängerin an.
Gute alte Synthie-Musik bietet Rotations Logic, es paßte ausgezeichnet zu damaligen C-64-Shoot'em
up-Spielen. Sehr ruhig ist das darauffolgende Harfenstück Oracle of Apollo.
In Message plappert ein Baby zu Musik a James Last, den ich auch sehr gerne höre.
Das nächste Stück heißt laut Cover Ave, der Titel paßt aber absolut nicht, der Mischmasch mir
ebenfalls nicht. First Approach scheint das echte Ave zu sein, zu Akkorden liefern Chor und Cello eine ruhige
Melodie.
Einen sonnigen Humor beweist Vangelis in den letzten Stück der CD, Intergalactic Radiostation. Verzerrte
elektrische Gitarrenklänge und Bass bilden die Grundlage zu der Geräuschkulisse in einem
hellhörigen Mietshaus am frühen Morgen mit Rülpsen, Grunzen und alter Klospülung.
(Meint er mit Jon seinen Kollegen Jon Anderson?)
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